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Presseabteilung ZDF
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Sendetermin: Dienstag, 22. Mai 2007, 20.15 Uhr
Rommels Krieg
Von Jörg Müllner
Schon zu Lebzeiten war Erwin Rommel bei Verbündeten und Alliierten gleichsam legendär. Blitzartige Vorstöße und ein unbändiger Drang zur Offensive waren die Markenzeichen des populärsten Generals im „Dritten Reich“. Kein anderer Militär hatte einen so hohen Stellenwert in der NS-Propaganda wie Erwin Rommel. Lange Zeit umgab ihn der Mythos, sein Krieg in Nordafrika sei frei von den Vernichtungsplanungen der SS gewesen. Jetzt eröffnen neu entdeckte Dokumente ein anderes Bild von Rommels Krieg. Bislang war unbekannt, dass während Rommels Feldzug auch die Juden Nordafrikas und Palästinas ins Visier der SS gerieten. Was wusste Rommel von den Plänen der NS-Führung in Berlin, den Holocaust auch in den Nahen Osten zu bringen? Was bleibt von der Legende eines scheinbar unpolitischen Militärstrategen, der von Goebbels gezielt zu einer Art Star aufgebaut wurde und im November 1941 beinahe seinem eigenen Mythos zum
Opfer gefallen wäre?
Erstmals berichten britische Soldaten eines Sonderkommandos von einem Attentat auf Rommel. Um ein Haar wäre es geglückt. Am 18. November 1941 setzte ein U-Boot das Sonderkommando an der libyschen Küste ab, um Rommel in einem seiner Hauptquartiere gefangen zu nehmen oder zu töten. Großbritanniens Premier Churchill versprach sich davon einen Propaganda-Coup, der die Moral des deutschen Afrikakorps brechen sollte. Der Versuch scheiterte. Erst in der Entscheidungsschlacht bei El Alamein im Oktober 1942 gelang es den Alliierten, Rommels Truppen den entscheidenden Schlag zu versetzen und die Legende vom scheinbar unbesiegbaren deutschen General zu beenden.
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